Verfasst von: joanemarie | 17. Juli 2009

Kleines Hunderassen- ABC – (nicht chronologisch)

Der Portugiesische Wasserhund- Cao de Agua de Portugues

Seit April 2009 gehört zur Familie des amerikanischen Präsidenten Barack Obama ein portugiesischer Wasserhund namens “Bo” und sorgt weltweit für Aufmerksamkeit und Interesse für diese Hunderasse. Er ist jetzt the First Dog der Welt. Auf Grund der Seltenheit dieser Hunderasse, weltweit existierten ca.1960 nur 50 Exemplare, gibt es sogar einen Eintrag im Guinessbuch und jahrhundertelang waren diese Hunde in Vergessenheit geraten.
Die Vorfahren der Cao de Agua de Portuges stammten aus Nordafrika und kamen mit den Mauren auf die Iberische Halbinsel.
Nach Quellen eines Mönches wurde schon 1297 ein in Seenot geratener Fischer an der Südküste Portugals von einem großem, stämmigen Hund mit schwarz gelocktem Haarkleid und einem Haarbüschel am Rutenende aus dem Meer gerettet. Das konnte nur ein Cao gewesen sein.
Die Hunde waren die Helfer und treuen Gesellen der portugiesischen Fischer. Sie halfen ihnen beim Auslegen der Netze und beim Einfangen der Fische, hatten ein gutes Sehvermögen und Geruchssinn. So zeigten sie den Fischern die Fischschwärme an. Als gute Schwimmer und Taucher waren sie auch hier nützliche und hilfsbereite Wesen, konnten mühelos über Bord gegangene Gegenstände, aber auch Menschen apportieren.
Sie waren in den Fischerdörfern für das Überleben der Menschen so wichtig, dass es bei Strafe untersagt war, einem Cao ein Leid zuzufügen.

Die Wasserhunde der Algarve
Quelle:Magazin für Hunde-und-Katzenfreunde;”Zeit für Tiere”; Ausg. Nr.81

Der Haarschnitt ähnelte lange Zeit dem eines Löwen, das kurzgeschorene Fell auf dem Rücken sollte die Beweglichkeit beim Schwimmen fördern, langes Brusthaar Lunge und Herz im kalten Wasser erwärmen. Man nannte diesen Schnitt damals “Lionsclip”, wird u.a. heute noch auf Ausstellungen erwartet, aber nötig sind solche Schnittraffinessen nicht mehr. Denn die Caos werden jetzt nicht mehr als Arbeitshunde eingesetzt, da sich auch in der Arbeit der Fischer die Technik durchgesetzt hat.

Welpen der "Porties"

Züchter in Portugal, später auch in den USA und in Europa hatten sich die Weiterentwicklung der Caos als Familienhunde zum Ziel gesetzt und so gibt es gegenwärtig wieder eine größere Population, die seit April 2009 allgegenwärtig die Hundeliebhaber begeistert.
Die Porties, wie sie abgekürzt genannt werden, sind sehr gelehrig, leicht zu erziehen, freundlich und agil.
Sie passen hervorragend zu naturverbundenen, sportlich aktiven Menschen und nichts ist ihnen lieber, wie als richtige Wasserratte behandelt und auch gefordert zu werden.
Noch etwas ist ganz wichtig: Da die Hunde kein Unterfell haben, nicht haaren, also kein Fellwechsel stattfindet, sind sie bestens für Allergiker geeignet.


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