Illegaler Handel mit Hundewelpen -
Deutsche und polnische Tierschützer starten Aufklärungskampagne
Das frühlingshafte Wetter beschert den Basaren in der deutsch-polnischen Grenzregion einen regen Zulauf. Mit den Kunden zieht es auch wieder Händler mit fragwürdiger „Ware“ in die Nähe der Handelsplätze: Aus Kartons oder aus den Kofferräumen von Autos heraus bieten sie Hunde und Katzen zu Billigpreisen zum Kauf an. Was viele Tierfreunde nicht wissen: Die jungen Tiere sind meist todkrank, die Papiere gefälscht. Der Deutsche Tierschutzbund sowie der Tierschutzverein für Berlin und Umgebung, der Landestierschutzverband Brandenburg und die Ortsgruppe Stettin des Polnischen Tierschutzbundes TOZ starten deshalb eine große Aufklärungskampagne.
„Viele der auf den Märkten angebotenen Tiere sind weder geimpft noch bei Kräften“, warnt Wolfgang Apel, der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes und des Tierschutzvereins für Berlin. „Etliche Käufer merken erst nach ihrer Rückkehr nach Deutschland, dass das vermeintliche Schnäppchen kostspielig wird“, erklärt Apel. Weil sie sich die zu erwartenden Kosten der tierärztlichen Behandlung nicht leisten können, geben sie die Tiere in den Tierheimen des Deutschen Tierschutzbundes ab. Dort ringen die Tiere nicht selten mit dem Tod, weil oft jede Hilfe für sie zu spät kommt. Allein das 60 Kilometer von der polnischen Grenze entfernte Tierheim Berlin versorgt und muss jährlich bis zu 120 Hundewelpen betreuen, deren Ursprung in Polen vermutet wird. Auch das Tierheim in Stettin spürt die Auswirkungen des unkontrollierten Handels.
Der Startschuss für die Kampagne fällt am Sonnabend, 8. Mai, ab 11 Uhr auf dem Grenzmarkt von Osinow Dolny hinter Hohenwutzen. Deutsche und polnische Tierschützer werden Handzettel an Kunden, aber auch Händler verteilen. Ziel der Kampagne ist es, über die Risiken des Hundekaufs aufzuklären und potenzielle Kunden vom Tier-Erwerb abzuhalten. „Nur, wenn den dubiosen Händlern die Kunden ausbleiben, können wir das Leid der Tiere beenden“, sagt Renate Seidel, Vize-Präsidentin des Deutschen Tierschutzbundes. „Und den fragwürdigen Züchtern wird so die Existenz entzogen.“
Wer uns beim Verteilen von Flyern und Aufklären der deutschen Käufer helfen will, meldet sich bitte bis zum 6.5. unter den unten genannten Kontaktdaten.
Viele Grüße und ein schönes Wochenende
Katja Szymroszczyk
Referentin Öffentlichkeitsarbeit
Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Kampagnen
Tierschutzverein für Berlin und Umgebung Corp. e.V.
Landesverband des Deutschen Tierschutzbundes e.V.
Geschäftsstelle: Tierheim Berlin
Hausvaterweg 39, 13057 Berlin (Lichtenberg)
Telefon +49 (0)30 76888-103
Telefax +49 (0)30 76888-196
Mobil +49 (0) 177 3689-702
E-Mail: oeffentlichkeitsarbeit@tierschutz-berlin.de
katja.szymroszczyk@tierschutz-berlin.de
Internet: www.tierschutz-berlin.de
Quelle: aus dem Blog von Bettina Buske Laut und leise Literatur lesen vom 16.10.2010




Von: Bettina am 22. April 2010
um 09:24
Hallo Bettina, als langjährige Hundehalterin eines kleinen Terriers bin ich sehr daran interessiert, dass es auch den vielen anderen Tieren gut geht und verabscheue den illegalen Handel und die schlechten Lebensbedingungen der Hundewelpen. Deshalb hier der Textbeitrag! Auch Ihre anderen Artikel fand ich sehr interessant und habe Ihren RSS Feed abboniert.
Mit herzlichem Gruß Joanemarie
Von: joanemarie am 22. April 2010
um 09:46
Liebe Joanemarie, das freut mich sehr, auch weil die Tierschutzbeiträge auf meinem Blog ja nicht der Schwerpunkt sind und deshalb etwas “untergehen”.
Und es ist mir ein so wichtiges Thema, nicht nur der Tiere wegen, auch wegen der Menschen. Wieviel Kummer bei denen entsteht, die sich aus Mitleid oder von der Niedlichkeit kleiner Welpchen überrumpelt zum Kauf entscheiden und damit die Maximalprofithundehaltung (so wenig Einsatz wie nötig um kurzfristiges Leben zu erzeugen ) unterstützen.
Der kleine Terrier ist der Westi ? Ich mag die, in eine zeitlang waren die hier richtig “Mode”. Weiße Hunde in weißer Straße…
Ich selbst habe einen Mix aus Beagle und Jack Russel, ein nicht ganz unproblematischer, aber liebenswerter Mix, der Konsequenz braucht aber jetzt in die Jahre gekommen ist (15).
Von: Bettina am 23. April 2010
um 09:17