Carina auf den Lofoten,
ursprünglich hochgeladen von Caire2009.
unser Hund im Alter von 8 Jahren
Inzwischen ist meine Westidame (geb. 01.11.1996) auch in die Jahre gekommen und jeder Gang zum Tierarzt hat besorgniserregende Gedanken zur Folge. Wieviele Jahre bleiben uns noch und was kann man tun, um dem Hund noch ein schönes Leben zu ermöglichen.
Wenn das über Jahre recht lebhafte Tier plözlich auffällig ruhig wird und viel liegt, beim Aufstehen steif wirkt ,liegt der Gedanke nahe, dass es vielleicht auch an Arthrose oder Arthritis leidet und dagegen etwas unternommen werden sollte.
Um es gleich vorweg zu sagen, jeder Hund ob alt oder noch jung an Jahren , kann eine solche Erkrankung bekommen und für den Halter ist es wichtig, die Warnsignale rechtzeitig zu erkennen.
Arthritis ist eine entzündliche Gelenkerkrankung, entsteht manchmal innerhalb von Stunden und kann ganz unterschiedliche Ursachen haben. Dagegen ist die Arthrose eine degenerative, aber nicht entzündliche Gelenkerkrankung und zeigt sich im Abbau des Gelenkknorpels und in der Verformung der Gelenke. Große Rassen,wie Doggen, Bernhardiner oder Schäferhunde sind wohl sehr oft davon betroffen und die Ursache ist oft Übergewicht und ein gestörter Hormonhaushalt. Man kann durch Abtasten der Läufe herausfinden, wo der Schmerz ist, durch Schwellung und Rötung ,auch Übererwärmung zeigen sich die Ursachen für diese Erkrankung. Genaueres muß der Tierarzt feststellen und es gibt inzwischen gute Behandlungsmethoden, sodass es dem Hund bald besser gehen wird. Aber, eine Arthritis sollte schon in der Anfangsentstehung behandelt werden, bei Nichtbeachtung und ohne Behandlung würde eine Weiterentwicklung zur Arthrose entstehen und hätte dann eine dauerhafte Schädigung des Gelenkknorpels zur Folge.
Eine Arthrose kann aber auch durch eine fehlerhafte Skelettentwicklung schon in sehr jungen Jahren und auch bei kleinen Hunden entstehen. So sollten junge Hunde während des Wachstums z.B. nicht überfüttert werden, da dann der Welpe zu schnell wächst und die Knochen sich nicht richtig mitentwickeln können. Wächst der Knorpel zu schnell, die Knorpelschicht wird zu dick, werden die Knorpelzellen schlecht ernährt, die Umbildung von Knorpel in Knochen geht zu langsam vor sich und führt zum Absterben von Knorpelzellen. Auch die Belastung der jungen Läufe muß erst anträiniert werden. So sollte der Westi auf Anraten der Züchterin im Welpenalter noch nicht Treppen hinauf oder hinab springen.
Warnsignale für eine Arthroseerkrankung lassen sich erkennen. Steife Gelenke und Lahmen sind die anfänglichen Erscheinungen; typisch ist z.B. bei betroffenen Schultergelenken, dass der Hund auf einer Seite kürzere Schritte macht, vielleicht auch manchmal stolpert. Beim Ellenbogengelenk hält der Hund die Pfote nach außen, weg vom Körper.
Auch die Wirbelsäule kann betroffen sein, erkennbar durch Steifheit beim Aufstehen oder bei Schwierigkeiten beim Treppensteigen oder dem Sprung ins Auto.
Es gibt aber gute Behandlungsmöglichkeiten und das Leben im Alltag kann man dem Hund mit kleinen Tricks erleichtern, zum Beispiel den Fressnapf höher stellen, damit er mit geradem Rücken fressen kann. Ja, ich war schon etwas überrascht, dass es wie beim Menschen, um im Prinzip die gleichen orthopädischen Maßnahmen geht, um die Gesundung der Wirbelsäule zu erreichen. dazu gehört auch der richtige Schlafplatz, weich sollte er sein und am besten ein orthopädisches Hundebett.
Am besten ist aber die Vorbeugung. Eine artgerechte, ausgewogene Ernährung und gesunde Bewegung mit Maß und Ziel gehört dazu und beim noch nicht ausgewachsenen Hund eine Vermeidung der Überanstrengung der Gelenke.





Ein weiterer Tipp, wenn der Hund an Arthrose leidet: Probiert es mal mit einer Behandlung beim Hundeosteopathen, z.B. mit einer craniosacralen Behandlung.
Meine Freundin behandelt auf diese Weise sehr erfolgreich! In den meisten Fällen können die Schmerzmittel abgesetzt werden. Da es sich um keinen operativen Eingriff handelt, lässt sich die Arthrose dadurch natürlich nicht beheben, aber zur Schmerzlinderung ist sie optimal.
Viele Hunde scheuen bei Schmerzen die Bewegung und gerade das ist falsch bei einer Arthrose.
Von: Dirk am 27. September 2010
um 12:45
Hallo Dirk, zunächst mal herzlichen Dank für den netten und informativen Kommentar und erbitte gleichzeitig Nachsicht, dass ich bisher noch nicht antworten konnte.
Habe mich aber inzwischen mit der Osteopathie vertraut gemacht und wenn ich noch einen Therapeuten finde, würde ich meinen Hund auch behandeln lassen. Das was ich bisher dazu gelesen habe, klingt nämlich nicht schlecht.
Also nochmals vielen Dank.
Herzliche Grüße J.
Von: joanemarie am 17. Oktober 2010
um 17:45